Langzeitbelichtungen ohne ND Filter – Median-Bild-Stapel

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Vor einiger Zeit bin ich beim Surfen über einen Artikel gestolpert, der sich mit dem Stapeln vieler (hunderter) Einzelaufnahmen befasst, um den Effekt längerer Belichtungszeit zu emulieren. Dabei kam ich auf die Idee eine etwas abgewandelte Form des ganzen zu versuchen: Weniger, aber dafür längere Belichtungen. Nach einigen Versuchen kann ich sagen: Das Verfahren hat ein paar Vorteile gegenüber einer einzelnen Langzeitbelichtung, aber auch einige Tücken.

Küste bei Elba (10mm, f/11, 20s, ISO800, stack aus 5 Aufnahmen)

Vorteile

+ Bildrauschen lässt sich effektiv mindern
+ Der Unschärfe-Effekt ist besser und nachträglich Steuerbar
+ Man kann es vermeiden, extrem kleine Blenden  (> f/8 an MFT, > f/13 an APS-C und > f/16 an Kleinbild) zu wählen, was der Bildschärfe zu Gute kommt
+ In Kombination mit einem ND-Filter sind Belichtungszeiten im Minutenbereich ohne Fernauslöser möglich

 Nachteile

– Die Kamera darf sich zwischen den Aufnahmen nicht bewegen
– Ganz ohne ND-Filter benötigt man eine sehr hohe Anzahl an Aufnahmen um den Effekt exakt nachzubilden
– Spuren sich bewegender Objekte, z. B. Fahrzeuge, werden unterbrochen Dargestellt

Eine Zwischenlösung, die die Vorteile beider Welten kombiniert ist aber auch möglich. So kann man z. B. einen schwächeren ND-Filter nehmen, und dafür entsprechend mehrere Aufnahmen machen – z. B. 10 oder 20 anstatt mehreren Hundert. So ergeben sich die Vorteile der Rauschminderung und der Möglichkeit, sogar die Unschärfe manuell zu kontrollieren zusammen mit einer handlichen Anzahl an Rohdaten. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit dieser Technik die Beschränkte maximale Belichtungszeit der meisten Kameras zu umgehen – bei 30 Sekunden ist hier sehr oft Schluss. Manchmal will man aber mehr, um z. B. auch wirklich jede Wasserbewegung glattzubügeln.

An dieser Stelle kann man einfach mehrere 30s-Aufnahmen hinterher zusammenfügen, und erhält den gleichen Effekt wie mit einer Belichtungszeit im Minutenbereich. Plus vermindertes Rauschen!

Umsetzung – Vor Ort

Die Kamera sollte auf einem Stabilen Stativ stehen und bereits fertig ausgerichtet sein. ISO, Verschlusszeit, Blende, und der Autofokus sollten auf feste Werte eingestellt sein. Vor allem bei Innenfokussierenden Objektiven ändert sich die Brennweite (und damit der Bildausschnitt) beim Fokussiervorgang – und auch eine minimale Veränderung macht in der Nachbearbeitung alles aufwändiger.

Spiegelvorauslösung bzw. einen Selbstauslöser sollte, wie bei Langzeitbelichtungen üblich, eingeschaltet sein, um Unschärfe durch den Spiegelschlag zu vermeiden.

Wer einen Fernauslöser hat, kann diesen Benutzen um nun die gewünschte Anzahl an Aufnahmen zu erstellen – im Beispiel-Bild waren es 5.

Alternativ ist es auch möglich, die Intervall-Funktion zu verwenden, die einige Kameras anbieten. Hierbei wird vorher die gewünschte Anzahl an Bildern (z.  B. 10) und der Abstand zwischen den einzelnen Aufnahmen eingestellt. Die Kamera erstellt dann selbstständig die gewünschte Anzahl der Bilder. Eine gute Idee ist es hierbei, die „Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung“ in der Kamera einzuschalten, und den Intervall groß genug zu wählen, dass die eigentliche Aufnahme + Dunkelabzug hineinpassen.

Wenn die Belichtungszeit beispielsweise 15s beträgt, dann erstellt die Kamera direkt danach noch einmal 15 Sekunden lang ein Bild bei geschlossenem Verschluss und subtrahiert das  Rauschen. Der Intervall sollte dann > 30s sein (33 oder 35 Sekunden ist ein guter Wert mit ausreichend Puffer) – ist der Intervall kürzer kann es sein das die Kamera den Dunkelabzug einfach „weglässt“.

Umsetzung – Nachbearbeitung

Es gibt nun mehrere Wege, von den Einzel-Aufnahmen zum fertigen Bild zu gelangen. Für mich funktionieren die folgenden Schritte im Zusammenspiel von Lightroom und Photoshop sehr gut:

Nach dem Import und der Auswahl in Lightroom erfolgt hier eine erste Vorverarbeitung.
– Stimmt der Weißabgleich?
– Ist die Belichtung passend?
Diese Einstellungen werden auf alle Bilder identisch angewendet.
Danach alle Bilder auswählen, und auf „Bearbeiten In“ -> „In Photoshop als Ebenen öffnen“ auswählen. Der ganze Prozess dauert dann je nach Anzahl der Bilder einen Weile.

Schritt 1 - Auswahl in Lightroom

Wenn die Bilder fertig geladen sind, können die Ebenen nochmal einzeln ein- und ausblenden werden, um festzustellen ob sich nicht doch irgendetwas verschoben hat. Falls ja, kann mittels „Bearbeiten -> Ebenen automatisch ausrichten“ diesen Fehler korrigiert werden.

 Schritt 2 - Ebenen ausrichten in Photoshop (falls etwas verrutscht ist)

Im nächsten Schritt konvertiert man alle Ebenen in ein neues Smartobjekt, in dem man alle Ebenen auswählt, mit der Rechten Maustaste auf eine klickt, und dann den Menüeintrag „In Smartobjekt konvertieren“ auswählt.

Schritt 3 - Ebenen in ein Smartobjekt umwandeln

Nach einer kurzen Gedenkpause kann das Smartobjekt in der Ebenenliste markiert und unter“Ebene -> Smartobjekte -> Stapelmodus“ der Stapelmodus „Median“ oder „Arithmetisches Mittel“ ausgewählt werden – je nachdem was das bessere Ergebnis liefert.

Schritt 4 - Stapelmodus ändern 05c - Stapelmodus "Arithmetisches Mittel" 05b - Stapelmodus "Median" 05a - Ohne Stapel

Ist der passende Stapelmodus gewählt, so ist es eine gute Idee, noch alles auf die Hintergrundebene zu reduzieren, um die Dateigröße drastisch zu veringern. So bleibt am Ende ein einzelnes 16bit-TIFF mit einer Ebene, anstatt einer sehr großen PSD-Datei.

Schritt 06 - Auf Hintergrundebene reduzieren

Die weitere Nachbearbeitung und das Finish erfolgt dann wieder in Lightroom

Alternativen:

Alternativ zum Smartobjekt-Stapelmodus-Ansatz ist es auch möglich, einfach die Deckkraft der Ebenen sukzessive zu reduzieren. Hierbei wird einfach bei jedem Schritt die Deckkraft der jeweiligen Ebene halbiert. In unserem Beispiel, mit 5 Aufnahmen, sieht das so aus:

(Von unten nach oben)
Ebene 1: 100%
Ebene 2: 50%
Ebene 3: 25%
Ebene 4: 12,5%
Ebene 5: 6,25%

Der damit erzielte Effekt ist sehr ähnlich zum „arithmetischen Mittel“.

07 - Alternative: Ebenen-Deckkraft absenken

Alex und Chris im Urlaub: Etappe 1 – Österreich

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Im Mai waren wir 2 Wochen mit dem Cabrio unterwegs. Im Vordergrund des gemeinsamen Urlaubs stand zwar der Spaß, doch natürlich wollten wir auch ein paar gute Fotos machen – was uns denke ich auch ganz gut gelungen ist – und wieso sollten wir die beiden Sachen nicht miteinander verbinden?

Der Plan:
Österreich (4 Tage) – Sächsische Schweiz (3 Tage) – Rügen (4 Tage)

Im Vorhinein haben wir 3 Hotels gebucht und so konnte es am 23. Mai direkt losgehen. In diesem Beitrag soll es wie in der Überschrift beschrieben um den ersten Teil unserer „Reise“ gehen, Österreich.

Tag1 – Montag

Nachdem Alex am Sonntagabend bei mir aufgeschlagen ist und wir unser Gepäck noch im Auto verstaut haben können wir es heute ein wenig ruhiger angehen lassen. So zwischen 09:00 und 09:30 Uhr  fahren wir schließlich los. Unser Weg führt uns nicht direkt zum Hotel, wir wollen noch einen Teil der Deutschen Alpenstraße fahren.

Also Navi an und los geht es. Der erste Teil ist Autobahn, danach geht es auf der Landstraße weiter, evtl. findet sich ja ein Spot, den es sich zu fotografieren lohnt  – und tatsächlich gab es auf dem Weg einen etwas ungewöhnlicheren Baum.

Baum

Es geht weiter. Wir sind auf der Deutschen Alpenstraße. Das Autofahren macht jedenfalls schon mal Spaß. Neben uns verläuft ein Gebirgsfluß, mit ziemlich klarem Wasser. Allerdings ist es gar nicht so einfach da runter zu kommen, da überall Leitplanken sind. Endlich – wir finden einen Platz wo man anhalten kann und zum Fluss kommt.

Also runter, Stativ aufgebaut und los geht es. Noch ein wenig Totholz zurecht richten – hat schon mal jemand erwähnt, dass Totholz toll ist? – schon jetzt sind wir eigentlich ganz zufrieden für den ersten Tag. Nachdem wir an entsprechender Stelle eine gute Stunde verbracht haben, macht uns das Wetter allerdings einen Strich durch die Rechnung, also zurück zum Auto und weiter Richtung Ziel, welches dem Wetterwechsel zur Folge, jetzt tatsächlich das Hotel ist.

Gebirgsfluß Deutsche Alpenstraße

Als der Regen ein wenig nachlässt halten wir aber trotzdem nochmal um einen kurzen Zeitraffer zu machen. Danach geht es direkt ins Hotel in Uderns und dann weiter zum Essen. Die Portionen in dem ausgesuchten Restaurant bringen uns dabei an unsere Grenzen.

Grillteller

Da wir beide wahnsinnig Planungsfreudig sind, sehen wir uns bevor wir ins Bett gehen noch Game of Thrones an.

Tag 2 – Dienstag

Wir machen uns als erstes auf den Weg zum „Dorfbeck“, weil bei unserem Zimmer kein Frühstück dabei ist. Eigentlich vermietet unser Gastgeber – abgesehen von 2 Zimmern – nur Ferienwohnungen. Auch beim „Dorfbeck“ wurden unsere Erwartungen nicht enttäuscht.

Frühstück Dorfbeck (iPhone) Alex mit Analog-Leica (iPhone)

Auch heute ist es ziemlich Wolkenverhangen und es regnet zum Teil. Beim Ideen sammeln haben wir eine super Idee: Wir suchen uns eine Seilbahn auf einen Berg hinauf – mit etwas Glück kommen wir oberhalb der Wolken hinaus und bekommen ein ziemlich cooles Bild hin. Die Rofan-Seilbahn ist das Ziel. Oben angekommen stellt sich allerdings heraus, dass die Idee nicht so wirklich aufgegangen ist. Bei der Unterhaltung mit einer Familie, die ebenfalls mit nach oben gefahren ist, erzählen wir unsere Idee. Die Mutter erwähnt, dass sie schon wussten, dass das Wetter oben auch nicht besser ist, sie haben ja schließlich zuerst durch die Webcam die Lage „gecheckt“.

Alex und ich tauschen Blicke. Webcam? Das wär doch auch eine intelligente Idee gewesen. Nun sind wir oben. Fotografisch ergibt sich hier nicht wirklich viel. Es endete mit einem Germknödel und dazu einem Kaffee in der „Jausnhütte“.

Blick vom Rofan

Es geht wieder abwärts, das Wetter ist immer noch nicht besser und nach wie vor hatte keiner eine gute Idee. Also geht es weiter zum Location scouten für den nächsten Tag. Nach einer nicht ganz kurzen Autofahrt  hat sich zu unserer Zufriedenheit tatsächlich eine geeignete Stelle gefunden.

Da man bei dem Wetter sowieso nicht wirklich was anfangen kann begeben wir uns wieder ins Hotel. Dort angekommen geht es mit Game of Thrones weiter.

Tag 3 – Mittwoch

Wir starten morgens und begeben uns zum am Tag vorher gefundenen Spot – wie soll es anders sein, ein Flusslauf. Der erste Eindruck sah nicht aus als könnte man sich dort recht lange beschäftigen.
Während Alex sich unter anderem ein wenig mit dem Filmen und seinem Slider beschäftigte, habe ich den Flusslauf weiter erforscht. Außerdem hat sich jeder an einem Zeitraffer versucht. In null Komma nichts war der halbe Tag rum und wieder stand die Frage im Raum: Was als nächstes?

Flusslauf

Die Antwort war schnell gefunden: Wir machen uns auf den Weg zum Nationalpark Hohe Tauern. Wir wussten zwar nicht so genau wo es lang geht, doch Google Maps kennt die grobe Richtung schon. Also das Handy mit „Nationalpark Hohe Tauern“ gefüttert und los ging es. Natürlich wollen wir nicht Autobahn fahren, also deaktivieren wir Mautstraßen.

Bevor wir unser Ziel erreichten leitete uns das Navi auf eine ziemlich Enge, „heruntergekommene“ Straße. Nach kurzer Zeit wird die Straße so eng, dass keine zwei Autos aneinander vorbei passen. Ein paar Ausweichstellen, Hölzerne Leitplanken und zum Teil nur Schotterstraßen. Das alles bremst uns natürlich aus. Bis wir am anderen Ende der Straße wieder herauskommen dauert es knapp eine Stunde.

Mehr oder weniger am Ziel angekommen kennen wir uns aber nicht so wirklich aus. Also gehen wir erstmal essen. Als ein Infocenter am Straßenrand auftaucht, erkundigen wir uns wo denn der Nationalpark sei. Es stellte sich heraus, dass wir in etwa von Anfang bis Ende durchgefahren sind – Planung unsere Spezialität wie man merkt. Die Dame im Infocenter gibt uns aber einen guten Tipp: Die Krimmler Wasserfälle.

Das ist also der Plan für Tag 4 und damit geht es zurück ins Hotel.

Tag 4 – Donnerstag

Als wir uns auf den Weg machen und unser Ziel ins Navi Eintragen, haben wir eine Erleuchtung: Mautstraße muss ja nicht unbedingt Autobahn sein. Es könnte sich genauso gut um einen Bergpass handeln. Also kurzerhand wieder Mautstraßen aktiviert und siehe da: Wir müssen nicht mehr die „kleine Nebenstrecke“ nehmen, sondern werden über einen Bergpass geleitet, der eine Top Aussicht bietet, viel angenehmer zu fahren ist und natürlich auch ein ganzes Stück schneller.

Bergpass mit Sicht auf Krimmler Wasserfaelle

Da die Krimmler Wasserfälle eine Attraktion sind, wird natürlich für alles verlangt. Der Parkplatz schlug dabei mit 5€ zu Buche. Der Eintritt in die Wasserfälle war etwas günstiger.

Auf dem Weg nach oben kommt man an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei. Wer mehr als ein paar Schnappschüsse machen will, darf ruhig einen guten halben Tag einplanen, es geht nämlich ziemlich weit nach oben. Auch ist es nicht selten, dass man Sprüche wie „Schau mal, Profis“ oder „Guck, da kommt das Fernsehen“ hört, nur weil man Kamera, Kamerarucksack und Stativ dabei hat.
Oben angekommen haben wir uns erstmal etwas zu Essen gegönnt. Und sind dann auf der anderen Seite der Wasserfälle den beschwerlicheren Weg nach unten.

Am Ende des Tages waren wir dann gut erschöpft.

Zum Schluß gibt es noch ein paar Bilder von mir:

Blendenstern Krimmler Wasserfaelle Krimmler Wasserfaelle Flusslauf Krimmler Wasserfaelle - Alex und Chris Krimmler Wasserfaelle - Regenbogen Krimmler Wasserfaelle - Alex Nationalpark Hohe Tauern

und von Alex:

Kleine Tanne Makro Wassertropfen Krimmler Wasserfaelle Alex 1 Nationalpark Hohe Tauern Krimmler Wasserfaelle Alex 2

Im nächsten Teil des Berichtes geht es mit unserem Aufenthalt in der sächsischen Schweiz weiter!

Der perfekte Moment – Reine Glückstreffer!

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„Den Zufall gibt die Vorsehung – zum Zwecke muss ihn der Mensch gestalten.“

Auf die Fotografie hat der Dichter und Dramatiker Johann Christoph Friedrich von Schiller das wohl eher nicht bezogen, denn im 18. Jahrhundert, als er seinen „Don Carlos“ schrieb, war das dauerhafte Lichtbild noch Zukunftsmusik. Nichtsdestotrotz beschreibt dieses Zitat genau das, was die folgenden Fotos so besonders macht.

Die Welle

Dieses Bild entstand auf Rügen, gegen 05:30 Uhr morgens. Jan wollte den Sonnenaufgang fotografieren, was wir an dem Tag auch getan haben. Was ich in exakt diesem Moment fotografieren wollte? Ich habe keine Ahnung. Vermutlich ging es mir um den Stein, an dem sich zufällig in dem Moment, in dem ich auf den Auslöser meiner Kamera gedrückt habe mein ungeplantes Hauptmotiv gebrochen hat: Eine Welle. Messerscharf und noch dazu vom Sonnenaufgang orange gefärbt, so dass sie sich umso schöner vom Meeresblau abhebt. Kein Serienbildmodus, kein stundenlanges Warten, keine 100 Bilder an Ausschuss. Nur ein Klick im perfekten Moment. Ich habe die ganze restliche Reise versucht genau dieses Foto zu reproduzieren, weil ich mir dachte, ich könnte den Winkel oder die Kadrierung noch schöner hin bekommen, aber keine Chance.

Nicht die Welle 2 Nicht die Welle 1

Allen Anstrengungen zum Trotz bleibt das oberste Wellenbild mein Bestes, das ich aus diesem Urlaub mit gebracht habe. Manche Dinge lassen sich einfach nicht ganz durch planen. Und das ist auch gut so. Denn Fotos von Motiven die immer da sind und immer gleich aussehen kann ja jeder machen. Gerade heutzutage, wo selbst Handykameras eine recht brauchbare Qualität liefern, ist es schwierig, ein „besonderes“ Foto zu schießen. Umso mehr begeistern mich Bilder, die eben nicht so leicht reproduzierbar sind. Dazu zählen im Grunde auch sämtliche Fotos meiner Katzen. Pixel und Ginger halten sich so gut wie nie still und noch viel weniger posieren sie so, wie ich es will. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als den Zufall für mich arbeiten zu lassen. Hier zum Beispiel:

Pixel - Schattenspiele

Pixel hat sich danach nie wieder so hin gesetzt, dass der Schatten so gefallen wäre, egal wie penetrant ich sie mit dem Spielzeug gelockt habe.

Großes Pixel

Normalerweise kommt sie nicht freiwillig so nah an die Kamera herran.

Dann wäre da noch diese Biene, die vor meiner Linse gelandet ist, als ich eigentlich etwas ganz anderes fotografieren wollte:

Biene

Allgemein sind Tierfotos immer mit einer ordentlichen Portion Glück verbunden…

Pfääärd ;)

Marienkäfer

Aber auch Landschaftsfotografie ist manchmal reine Glückssache. Hier waren wir zum Beispiel auf der Autobahn unterwegs, als die Dämmerung den Himmel färbte. Mit der Brücke im Vordergrund – ein ideales Motiv!

Sonnenuntergang auf der A3

Gerade die Fotografen unter den Lesern werden jetzt sicher bemängeln, dass das Bild technisch nicht ganz einwandfrei ist. Besser ging es in dem Moment allerdings nicht. Ich konnte ja schlecht aus dem Auto aussteigen und mich mitten auf die Fahrbahn stellen ;). Noch dazu hatte ich meine Kamera nicht dabei und musste auf mein – nicht mehr ganz so neues – Smartphone zurück greifen. Warum ich das Foto trotzdem aufgehoben habe sollte aber offensichtlich sein: Weil das Motiv schön ist. Und so krieg ich es garantiert kein zweites Mal hin!

Bei Fotos wie diesen habe ich natürlich einen gewissen Vorteil, denn meine Fuji X10 ist betriebsbereit, sobald ich sie einschalte, während meine Kollegen viel Zeit dabei verlieren, das richtige Objektiv zu wählen. Aber das heißt natürlich nicht, dass sie nicht auch den einen oder anderen Schnappschuss im Angebot haben.

Chris

Moewe

Während meines gemeinsamen Urlaubs mit Alex waren wir am Tag vor der Abfahrt in Zingst unterwegs. Als wir am Strand entlanggingen wurden wir auf eine Möwe aufmerksam, die im Wasser schwamm. Während Alex das Tier als Einzelmotiv ablichtete, habe ich mich auf beide konzentriert.

Louis

Während einem Besuch bei meiner Tante sah die Nachbarskatze durch die Balkontür. In einem Versuch habe ich die Katze abgelichtet und es hat sich doch ein ziemlich cooles Bild ergeben. Wie die obere Aussage schon vermuten lässt, befindet sich die Katze auf dem Bild hinter einer Glasscheibe.

Claudia

Während eines relativ Spontanen Shooting bei Alex zu Hause habe ich Claudia zufällig während eines „Nicht-Foto-Moments“ erwischt. Zu meinem großen bedauern ist das Bild etwas unscharf geworden, aber trotzdem mein Lieblingsfoto von diesem Tag.

Schaufel

Zwar nicht das spannendste Motiv, mir gefällt es aber trotzdem. Auch dieses Foto ist während der gemeinsamen Fotoreise mit Alex entstanden. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch in Österreich unterwegs.

Schnecke

Die Weinbergschnecke habe ich während einer kleinen Wanderung mit meinen Eltern abgelichtet. Zwar ist eine Schnecke aufgrund Ihrer Geschwindigkeit einfach abzulichten, geplant war es aber trotzdem nicht.

Alex

"

Als ich nach der Fototour meine Bilder sichtete, sah ich oben links im Bild die Wasserspritzer. Bei diesem seichten Bächlein hätte ich nie gedacht so etwas fotografieren zu können.

Bei über Hundert Seifenblasen-Fotos waren nur wenige dabei in denen sich Objektiv oder sogar die ganze Mannschaft spiegelt. Bei diesem hier gefällt mir sehr gut, dass sich Fotograf sowie auch die Straße die wir fotografierten darin Spiegelt.

Bei mehr als hundert Seifenblasen-Fotos waren nur wenige dabei in denen sich Objektiv oder sogar die ganze Mannschaft spiegelt. Bei diesem hier gefällt mir sehr gut, dass sich Fotograf sowie auch die Straße die wir fotografierten darin spiegelt.

Als ich diesen Flusslauf ablichtete hatte ich keinen entsprechend großen ND-Filter dabei. Allerdings ein recht günstiges Filter-Platten-Set. Nur war auch bei diesem für das Einsteck-System der Objektivdurchmesser zu groß. Also hielt ich die Platten per Hand direkt vor die Linse. Heraus kam dabei dieser leicht bläuliche Bildlook/Flare in der rechten Seite des Bildes.

Als ich diesen Flusslauf ablichtete hatte ich keinen entsprechend großen ND-Filter dabei. Allerdings ein recht günstiges Filter-Platten-Set. Nur war auch bei diesem für das Einsteck-System der Objektivdurchmesser zu groß. Also hielt ich die Platten per Hand direkt vor die Linse. Heraus kam dabei dieser leicht bläuliche Bildlook/Flare in der rechten Seite des Bildes.

Krimmlerwasserfälle_Regenbogen (1 von 1)

Regenbogen weil Regenbogen!

Jan

Skeptisches Pixel

So skeptisch habe ich Pixel nie wieder schauen sehen…

Claudia - Seifenblasen

Gut, eine am Boden fotografierende Claudia bekommt man öfter mal vor die Linse. Aber dass Seifenblasen an ihrer Kamera zerplatzen ist dann doch eher ungewöhnlich.

Technik in Schwarz-Weiß

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Eine meiner Vorlieben ist es ja Technik abzulichten. Am besten in Schwarz-Weiß, wie man auch in Über mich lesen kann. Heute möchte ich euch ein paar Bilder dazu zeigen und erzählen, wie es dazu gekommen ist.

Zur Vorgeschichte: Ich habe Teufel-Overear-Kopfhörer. Während ich mit diesen rumgelaufen bin, hatte ich mein Handy einmal auf einer Ablage platziert. Tollpatschig wie ich war, habe ich mich gebückt um etwas aufzuheben, dabei das Kabel übersehen und dieses samt Handy mit einem heftigen Ruck heruntergerissen. Das Kabel war danach hinüber (der Klinkenstecker war herausgebrochen).

Was tun? Zum Glück ist das Kabel bei diesem Kopfhörermodel nicht fest, sondern man kann es tauschen. Auf der Kopfhörerseite ist dabei auch ein 3,5mm Klinkenstecker nötig. Ich habe mich also ein wenig umgesehen und meine Entscheidung viel auf ein deleyCON-Kabel.

Als das Kabel bei mir zu Hause ankam, war ich tatsächlich ein wenig überrascht. Super verarbeitet, die Klinkenstecker aus Metal, ein sehr hübsches Design. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Es dauerte nicht lang und mir kam die Idee, diese Kabel samt Kopfhörer und evtl. meinem Handy zu fotografieren. Dieser Gedanke festigte sich in meinem Kopf, nur war ich meistens nicht motiviert genug dafür wenn ich Abends von der Arbeit nach Hause kam.
Während einer gemeinsamen „Lightroom“-Session mit Jan, packte mich aber doch der Ehrgeiz. Also die Gerätschaften in verschiedene Positionen gebracht und ein wenig rumprobiert.

Lange Rede kurzer Sinn – hier die zwei besten Fotos die an diesem Tag entstanden sind. Das Erste ist dabei mein Lieblingsfoto und war auch lange Zeit mein Hintergrund:

iPhone, Teufel, deleyCON, Macbook iPhone, Teufel, deleyCON

Um euch vielleicht sogar zu einem kleinen „Wow-Effekt“ zu verhelfen, hier die 2 Bilder wie sie aus der Kamera gekommen sind:

iPhone, Teufel, deleyCON 2 OOC iPhone, Teufel, deleyCON 1 OOC

Auch ein paar andere Fotos habe ich behalten. Diese sind zwar leider nicht so gut geworden, waren mir aber doch zu Schade um sie wegzuwerfen:

iPhone, Teufel, deleyCON 3 iPhone, Teufel, deleyCON 4

Da wie oben erwähnt Jan an diesem Tag bei mir war, gibt es auch ein kleines Making of – dem ein oder anderen wird es auch auffallen, dabei handelt es sich um mein „Profilbild“:

Chris

 

Und zu guter letzt noch ein paar Tipps von mir:

Welche Bilder eignen sich für Schwarz-Weiß?
Nun, das ist eine schwierige Frage, die sich nicht Pauschal beantworten lässt. Wie man sehen kann, ist Stilleben meistens schon ein guter Ansatz. Ich persönlich finde Technik ist mit das einfachste was sich in dieser Weise fotografieren lässt. Aber auch Portraits und Landschaften können in SW manchmal ihren ganz eigenen Charme haben, auch wenn diese schwieriger umzusetzen sind. Manchmal heißt die beste Methode „Ausprobieren“.
Ihr habt ein Foto, das zwar generell gefällt, aber dem das gewisse Etwas fehlt? Probiert es einfach in Schwarz-Weiß. Manchmal kommt dabei ein Hammer Bild heraus!

Wie bearbeite ich Schwarz-Weiß am besten?
Auch hierfür gibt es kein Rezept. Ich bin ein Fan von viel Kontrast. Die gezeigten Bilder haben viel Klarheit und viel Kontrast. Bei Schwarz-Weiß ist dies meistens empfehlenswert. Danach kommt es wieder auf das Bild selbst an. Wie wurde Belichtet? Wenn das Bild an einer Stelle zu Hell oder Dunkel ist, spielt ihr euch ein wenig mit den Lichtern und/oder Tiefen. Je nach Art des Bildes wird dann ein wenig an den Reglern „Weiß“ und „Schwarz“ gedreht. Ich persönlich gehe bei den meisten Bildern eher in Richtung Lowkey, dementsprechend wird der Schwarzregler meistens nach unten korrigiert.

Um zum Schluss aber doch noch etwas konkreter zu werden:
Bei den obigen Bildern wurde die Belichtung um knapp eine Blende aufgehellt. Kontrast und Klarheit sind bei ~80 und der Schwarzwert wurde in diesem Fall sogar leicht nach oben korrigiert.
Wie ihr sehen könnt, um ein eher langweiliges Bild in ein interessantes Schwarz-Weiß zu verwandeln braucht es manchmal gar nicht viel!

Was haltet ihr von den Bildern?

Blendensterne! Was? Wozu? Wie?

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Was?

Wie man auch im Steckbrief lesen kann, bin ich großer Fan von Blendensternen. Der ein oder andere wird sich jetzt Fragen was überhaupt ein Blendenstern ist, wer sich allerdings schon ein wenig mit dem Thema Fotografie außeinandergesetzt hat, dem wird der Begriff geläufig sein. Bei dem genannten Phänomen sieht eine Lichtquelle (z. B. Sonne, Laterne, etc.) wie ein Stern aus.

Blendenstern

Wozu?

Wie so oft scheiden sich auch hier die Geister. Ich selbst liebe Blendensterne. Nach meinem Geschmack kann ruhig auf jedem Bild ein Blendenstern zu sehen sein, falls eine Lichtquelle vorhanden ist. Sonne? Blendenstern! Laternen? Blendensterne! Fokus-Assist-Light? Blendenstern!

Wie?

Ja, wie bekommt ihr nun Blendensterne in eure Fotos? Dabei gibt es mehrere Punkte zu beachten. Zum einen hängt dies natürlich vom Objektiv ab. Besser gesagt an der Anzahl der verbauten Blendenlamellen. Bei einer geraden Anzahl von Lamellen ist der Effekt stärker, da die Strahlen doppelt so lang sind – was aber nicht heißt, dass mit einer ungeraden Anzahl an Lamellen keine Blendensterne möglich sind. Zum anderen begünstigt eine kleine Blende den Blendensterneffekt. Im Bezug auf das Objektiv ist man vom Hersteller abhängig. Olympus z. B. verbaut immer eine ungerade Anzahl, da dieser Hersteller der Meinung ist, Blendensterne stellen eine „Minderung“ der Bildqualität dar.

Allerdings gibt es ein paar Tricks um auch mit einigen solcher Objektive Blendensterne ins Bild zu bekommen. Zum einen ist es mit kürzeren Brennweiten einfacher. Stärkerer Kontrast ist dabei von Vorteil. Wenn die Lichtquelle nahe einer dunklen Kante platziert wird, tritt dieser Effekt oft auf, wie in den beiden Vergleichsbildern unten zu sehen (Beide sind mit einer Canon EOS 600D + Sigma f4-5.6/10-20mm entstanden):

Freistehende Sonne Sonne an der Kante plaziert

Sollten all diese Tipps nicht bringen gibt es immer noch den letzten Strohhalm: Sternfilter. Diese werden ins Filtergewinde des Objektivs geschraubt und verwandeln jede Lichtquelle in einen Stern. Dieser Effekt ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da dieser meist nicht mehr „natürlich“ aussieht. Dies kann zwar bei manchen Bildern gut aussehen und dem Gesamtbild mehr Ausdruck verleihen, in anderen wirkt es eher übertrieben.

Und zum Abschluss noch ein paar Biespielbilder die mit verschiedenen Kamera-Objektiv-Kombinationen entstanden sind:

Sigma f10-20mm (6 Blendenlamellen):

Blendensterne - Canon EOS 600D + Sigma f4-5.6/10-20mm Blendensterne - Canon EOS 600D + Sigma f4-5.6/10-20mm

Samyang / Walimex 8mm Fisheye (6 Blendenlamellen):

Blendensterne - Canon EOS 600D + Sigma f4-5.6/10-20mm Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Walimex T3.8/8mm Fisheye Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Walimex T3.8/8mm Fisheye

Fujinon 10-24mm  (7 Abgerundete Blendenlamellen):

Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Fujinon f4/10-24mm OIS Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Fujinon f4/10-24mm OIS Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Fujinon f4/10-24mm OIS

Auch mit einer Kompaktkamera kann man Blendensterne erzeugen, wenn man will, hier eine Fujifilm X10 (7 Blendenlamellen):

Blendensterne - Fujifilm X10

Olympus 9-18mm (7 Blendenlamellen):

Hunding - Olympus OM-D E-M10 + Olympus f6.3/9-18mm

Panasonic-Leica 25mm (7 Blendenlamellen):

Buchberger Leite - Olympus OM-D E-M10 + Panasonic f8/25mm Sonnenuntergang Saulorn - Olympus OM-D E-M10 + Panasonic f8/25mm Seebach bei Nacht - Olympus OM-D E-M10 + Panasonic f8/25mm Krankenhausberg Deggendorf bei Nacht - Olympus OM-D E-M10 + Panasonic f6.3/25mm

Und zum Abschluss (fast) dasselbe Motiv, fotografiert mit verschiedenen Kameras

Blendensterne - Fujifilm X10 Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Fujinon f1.4/35mm Blendensterne - Fujifilm X-T1 + Fujinon f1.4/35mm Blendenstern

Was machen wir hier? Wer sind wir? Was macht uns besonders?

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Es werde Licht!

Alle Speicherkarten sind formatiert, die Objektive stehen in Reih und Glied, die Stative sind ausgefahren und unsere Kameras sind einsatzbereit. In diesem Sinne – Herzlich willkommen bei fluidlight!

Was machen wir hier?

Wir wollen euch – Menschen, die sich für Fotografie interessieren – mit nützlichen Informationen und kreativen Ideen zu diesem Thema füttern.

Wer sind wir?

Wir, das sind Jan, Claudimausi, Chris und Alex, haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Außer einem: Die Liebe zur Fotografie.
Wenn ihr mehr über uns wissen wollt, werdet ihr hier fündig:
Über das Team
Oder auch hier:
Claudia
Chris
Jan
Alex

Was macht uns besonders?

In unserem Team sind vier der gängigsten Sensorklassen vertreten. Angefangen bei Claudimausi, die mit ihrer Edelkompakten von Fuji den kleinsten Sensor hat. Chris setzt auf seine Olympus mit einem mFT-Sensor. Jan vertritt genau wie Claudia die Fuji-Fraktion, allerdings zählt seine X-T1 zum APS-C-Bereich. Den größten Sensor hat unser kleinster Mann, Alex. Mit seiner Canon EOS 6D im Kleinbild-Format ist er als einziger mit einer DSLR unterwegs.

Trotz unterschiedlicher Sensorgrößen gehen wir uns nicht gegenseitig an die Gurgel. Jedes der Systeme hat seine Vor- und Nachteile – abhängig von Situation und Einsatzgebiet. Hier in diesem Blog wollen wir die Gelegenheit nutzen, um Vergleiche anzustellen und euch einen Eindruck davon zu vermitteln, wann welche Kamera punktet – oder auch nicht.

Viel Spaß beim Lesen!